Vergeben ist ein Prozess – der je nach deiner Bereitschaft dazu schnell oder langsam vonstattengehen kann. Nichtsdestotrotz ist es ein machtvoller Prozess, den du unbedingt für dich und deine Entwicklung nutzen solltest. Wenn du magst, kannst du begleitend dazu auch eine wunderbare Meditation dazu von mir machen – du findest sie hier auf meinem Podcast.

Ja, ich weiß – über Vergebung ist schon viel geschrieben und noch viel mehr gesagt worden. Aber soll ich dir sagen, was ich finde? Über dieses Thema sollte noch viel mehr gesprochen werden! Aber vor allem sollte das Vergeben etwas sein, was uns zur tagtäglichen praktischen Gewohnheit wird. Und das aus sehr gutem Grund!

Hierbei darfst du eins verstehen: Jeder Unfrieden, jede Einschränkung in deinem äußeren Umfeld ist ein Zeichen dafür, dass etwas in deinem Inneren noch auf Vergebung wartet. Hier darfst du dich fragen: Wo in meinem Leben herrscht noch Unfrieden? Wo fällt es mir schwer, leichten Herzens zu vergeben?

Selbstliebe und Vergeben

Gehen wir noch einen Schritt weiter. Hat Vergebung auch etwas mit Selbstliebe zu tun? Ich sage: JA! Selbstliebe besagt u. a. auch, was du dir selbst wert bist und wie du deinen eigenen Wert für dich selbst fühlbar machst. Aber genau damit haben die meisten große Schwierigkeiten!

Beim Gedanken an den eigenen Wert kommen nämlich allzu oft alte und oft negative Erinnerungen hoch. Vielleicht erinnerst du dich daran, wie Mama oder Papa oder ein Lehrer dich womöglich als etwas bezeichnet haben, was dich verletzt hat. Vielleicht haben sie andere Dinge getan oder unterlassen und du hast heftigen Schmerz verspürt.

Das sind Erinnerungen, die uns, wenn wir sie nicht vergeben oder auflösen, auch heute noch im Opferbewusstsein halten. Denn wir erleben exakt das, was unser Inneres kennt. Wir erleben das, was wir aufgrund frühkindlicher Erfahrungen von der Welt erwarten, folgerichtig auch im Außen. – Wie innen, so außen. Von diesem kosmischen Gesetz gibt es keine Ausnahme.

Eins kannst du mir glauben: Auch ich bin nicht frei von derartigen Erinnerungen. Und wie bei den meisten Menschen liegen meine dramatischsten und traumatisierenden Erfahrungen in der Zeit meiner Kindheit. Ich denke speziell an einen Menschen, der mir damals sehr, sehr weh getan hat. Anfangs habe ich nicht einmal begriffen, warum ich ihm vergeben soll, vor allem weil er sich seither kein Stück zu verändert haben scheint. Allein bei dem Gedanken daran, ihm zu vergeben, kam anfänglich sogar eine Art Trotzgefühl in mir hoch.

Wer trägt diese alten Gefühle?

Aber was passiert mit diesen schweren Gefühlen in dir oder mir, diesem Jemanden-nicht-vergeben-Können aus diesem und jenem logisch nachvollziehbaren Grund?

Leidet der, der dir das angetan hat, unter deinen Gefühlen? Fühlt er oder sie sich schwer und beladen, nur weil es dir mies geht? Wohl kaum.

Du weißt, worauf ich hinauswill, richtig? Diese negativen Gefühle sind allezeit bei dir – nicht bei dem, der dir das angetan hat. Sie sind in deinem Leben, in deinem Körper und in deinem Geist. Diese unerlösten Gefühle beschweren dich und deine zukünftigen Erfahrungen.

Das ist nichts, was uns in der neuen Zeit dienlich ist! Und du wirst mir zustimmen: Wenn wir uns der neuen Zeit öffnen wollen, dann muss dieser alte Kram vollständig raus aus unserem System. Aber sowas von!

Und jetzt kommen wir zu dem Punkt, an dem Vergebung und wahrhafte Selbstliebe sich die Hand reichen – sofern du die Bereitschaft dazu hast, dich von alten Lasten freizumachen. Wenn du aus deinem tiefsten Inneren sagst: „Ich bin es wert, dass mein Herz frei ist. Ich bin mir absolut wert, dass ab sofort jeglicher Groll und jegliche Bitterkeit aus meinem System verschwindet. Auf Wiedersehen, Unversöhnbarkeit! Ich brauche dich nicht mehr! Ich vergebe.“ – Dann ist der erste Schritt getan.

Vielleicht fällt es dir anfangs schwer, das zu sagen. Vielleicht hast du Gefühle wie z. B. Wut, Groll und Aggression schon länger unterdrückt. So lange, dass sie sich irgendwann auf der körperlichen Ebene verfestigt haben. Gerade unterdrückte Wut zeigt sich gern in Leberbeschwerden. Nicht gefühlter Schmerz kann sich aber auch in Herzbeschwerden wiederspiegeln. Und letztlich ist selbst Groll nichts anders als hinuntergeschluckter Schmerz.

Vielleicht hast du einmal den Begriff „nachtragend“ verwendet, wenn du jemandem nicht vergeben konntest. Wenn du kurz über dieses Wort nachdenkst, dann offenbart sich eine erschreckende Bedeutung: nach-tragen. Wer trägt die negativen Gefühle aus einer schlimmen Kindheitserfahrung? Derjenige, der nachtragend ist, trägt sie auf seinem eigenen Buckel. Du hast also nicht nur damals Schmerz erlitten, du erleidest ihn heute noch – und das zweifach. Einmal in deinem Inneren, weil du etwas „nachträgst“, und einmal im Außen, weil das Leben dir das widerspiegelt, was du unbewusst vom Leben erwartest.

Auf der Körperebene loslassen

Wenn sich diese Gefühle im körperlichen Bereich sehr unangenehm anfühlen – dann haben sich diese alten Themen bereits stark auf der Körperebene verfestigt.

Das ist einer der Gründe, warum wir Menschen Massagen als so unglaublich entspannend und wohltuend empfinden. Dinge, die wir vielleicht schon auf Seelenebene und auf mentaler Ebene gelöst haben, sind immer noch auf Körperebene gespeichert. Wenn jedoch diese Bereiche von außen gezielt massiert werden – dann kann Loslassen von alten und belastenden Gefühlen auch auf körperlicher Ebene geschehen.

Natürlich kannst du diese schmerzenden Punkte selbst massieren. Alles, was wir brauchen, können wir uns selbst geben. Oft verhindern es aber gerade diese alten Themen, dass wir uns selbst etwas Gutes tun, dass wir uns selbst von diesen alten Themen befreien. Und an diesem Punkt darfst du dir Hilfe holen. Von deinem Partner oder jemandem anderen, dem du vertraust.

Wenn du meine Unterstützung bei der Lösung von schweren Gefühlen aus deinem Körpersystem wünschst, dann stehe ich dir gern zur Seite. Im Bereich Körperarbeit blicke ich auf langjährige Erfahrungen zurück. Ich freue mich sagen zu dürfen, dass ich bereits unzähligen Klienten helfen durfte, sich von solchen Energien zu befreien.

Hier kannst du eine kostenlose Beratung bei mir buchen: https://tabitasuguna.de/kostenlose-beratung/ So können wir in einem kurzen persönlichen Gespräch entscheiden ob und vor allem wie ich dich unterstützen kann.

Wenn du lieber eine Internet-Sitzung bei mir buchen willst, dann leite ich dich gern an, wie du die betreffenden Punkte an deinem Körper selbst pressen oder drücken kannst, um rasche Linderung zu erfahren. Auch darin kann ich auf langjährige positive Erfahrungen zurückschauen.

Warum täglich vergeben?

Wenn du wirklich bereit bist, alten Schmerz, Groll und sonstige negative Gefühle loszulassen – dann mache die Vergebung zu einem täglichen Ritual. Nur so stellst du sicher, dass du nicht länger alte Gefühle mit dir herumträgst (nachträgst).

Und dort, wo das Leben dir noch alte Erfahrungen widerspiegelt: Fühle, was ist, selbst wenn es für den Augenblick unangenehm sein mag. Stell dich dem, was in dir hochkommt. Und dann vergib!

Je öfter du das tust, umso leichter wird es.

Und jetzt lege ich dir noch meine Vergebung-Meditation ans Herz. Du findest sie hier im verlinkten Podcast.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.