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Gewohnheiten ändern – deine Entscheidung

Kennst du solche Situationen, wo du auf dem Holzweg bleibst, weil du ihn schon so lange gegangen bist und bereits zu viel in ihn investiert hast? Oder du machst das nur aus dem Grund so weiter wie bisher, weil die Macht der Gewohnheit zu stark ist? 

So ging es mir viele Jahre in Punkto Helfer-Sein. Ich konnte es einfach nicht aushalten, wenn es Menschen in meinem Umfeld schlechter ging als mir. Also versuchte ich, den Menschen, die mir so viel bedeuten, zu helfen, wo ich nur konnte. Irgendwann war ich so eine Art Kummerkasten für jeden, der etwas zu beklagen hatte. Ich sorgte mich und grübelte viel, wie ich eben diese Menschen unterstützen könnte. Im Laufe der Zeit ging das allerdings sehr zu Lasten meines eigenen Energiehaushaltes. 

Was ich damals nicht bedachte, war das Thema Eigenverantwortung. Mir kam gar nicht in den Sinn, dass sich diese Menschen machtlos und hilflos fühlten, gerade weil ich immer versuchte zu helfen. Sie konnten genau deswegen nicht ihre eigene Verantwortung ergreifen und an ihren Herausforderungen wachsen. Sogar als mir das bewusst wurde, dauerte es eine ganze Weile bis es mir gelang, mich anders zu verhalten.

Was mich damals total blockierte, war die Macht meiner Gewohnheiten.

Wenn wir, ohne uns zu reflektieren, unseren täglichen Gewohnheiten nachgehen, dann läuft unser Gehirn mehr oder weniger auf Autopilot. Das mag bei manchen Dingen praktisch sein: abendliches und morgendliches Zähneputzen, Autofahren, sauber machen und und und.

Blöderweise nur sind die meisten unserer Gewohnheiten eher schädlich als förderlich: am Abend noch eine Kleinigkeit naschen, weil wir uns für den stressigen Tag belohnen wollen, morgens bis zur letzten Minute im Bett liegen bleiben, obwohl wir uns eigentlich vorgenommen hatten, ein wenig Gymnastik oder Yoga zu machen, der Griff zum Handy, obwohl wir doch wirklich konzentriert arbeiten sollten …

Wir alle kennen diese guten Vorsätze, die wir total motiviert in die Tat umsetzen wollen. Und dann kommt doch etwas dazwischen, was wichtiger erscheint oder einfach einen größeren Sog auf uns ausübt. Jeder, den du fragst, wird dir bestätigen, dass das mit dem Ändern der eingeschliffenen Gewohnheiten in der Tat so eine Sache ist, die viel Disziplin und Aufmerksamkeit braucht.

In diesem Blog Artikel möchte ich ein paar Impulse mit dir teilen, was du konkret tun kannst, um der Macht der Gewohnheit zu entkommen.

Stille Einkehr

Wer willst du wirklich sein? Was möchtest du in deinem Leben erfahren?

Nimm dir Zeit und spüre mal wirklich tief in dich hinein: Welcher Mensch möchtest du sein, welche Qualitäten möchtest du leben? Schreib dir kleine Zettel mit genau diesen Botschaften. Formuliere diese immer im JETZT: 

  • Ich bin rundum glücklich und lebe meine Vision.
  • Entspannt ruhe ich in mir auch wenn draussen Verwirrung herrscht.
  • Ich bin eine inspirierende und erfolgreiche Persönlichkeit etc.

Dann bringst du diese Zettel an verschiedenen Stellen in Sichtweite an: auf dem Lenkrad, neben dem Bett, am Spiegel usw. So hast du deine Ausrichtung und deine innere Haltung auch immer vor Augen. Du kannst die Wirkung noch verstärken indem du es laut vorliest und dabei in dein Herz lächelst. Jetzt wo du ein starkes Bild von dem hast, was dich wirklich happy macht, geht’s an die Umsetzung.

Reflexionsphase

Beobachte Trigger oder Auslöser, die dich aus deiner Mitte bringen.

Wenn du einer schlechten Gewohnheit an den Kragen willst, kann es für die Verarbeitung und Verwandlung hilfreich sein, die Ursache dieser Gewohnheit herauszufinden. Diese findest du durch genaue Selbstbeobachtung heraus: Was genau ist der Auslöser für den nächtlichen Snack? Wirklich Hunger? Oder eher Sehnsucht, unerfüllte Bedürfnisse, Traurigkeit, Müdigkeit, Langeweile, Kompensation?

Warum greifst du während der Arbeit nach dem Handy? Brauchst du eine kleine Pause, weil du bei einem aktuellen Projekt nicht weiterkommst? Oder bist du gar frustriert, weil du in einem Job festhängst, der dir nicht gefällt? Wenn wir uns die Triggermomente oder die Auslöser für eine gewisse für uns selbst unerwünschte Reaktion näher anschauen, finden wir oft ungelöste Schmerzmomente aus der Vergangenheit. Wir tragen sie noch immer mit uns herum und spulen als Antwort darauf meist das gleiche Reaktionsprogramm oder Muster ab. 

Hast du nun also die Auslöser und Trigger erkannt, mache dir zunächst bewusst, was du wirklich willst. Welches Bedürfnis habe ich wirklich? Gern kannst du das in Form einer Frage tun:

„Bin ich wirklich hungrig oder möchte ich lieber in den Arm genommen werden?“

„Brauche ich eigentlich eine kurze Pause oder muss ich wirklich auf meinem Handy nachsehen, ob eine wichtige Nachricht eingegangen ist?“ Diese Fragen könntest du auf einem Post-it direkt an den Kühlschrank oder aufs Handy kleben, um dich an deine eigenen Nachforschungen zu erinnern.

Wenn es dir leicht gelingt, schon an dieser Stelle – einfach durch Bewusstwerdung – einen veränderten Umgang mit der Situation und dir selbst zu finden, bist du schon am Ziel. Du gibst dir selbst, was du gerade brauchst – ohne den Umweg über deine alte Gewohnheit. Sicherlich braucht es ein wenig Übung, sich selbst ehrlich zu reflektieren und das wahre Bedürfnis zu ergründen. 

Doch manchmal gibt es einfach keine Erlaubnis in dir, dass es dir wirklich gut gehen darf. Oder irgendwo hat sich etwas in dir verhakt und du schaffst es einfach nicht, deine Reaktion zu verändern. Dann hast du hier die Möglichkeit noch ein wenig tiefer zu gehen und mehr über die unbewussten Vorgänge in dir zu erfahren. Beobachte und hinterfrage dich. Notiere deine Erkenntnisse.

Dem Auslöser Aufmerksamkeit schenken

Wenn du die wiederkehrenden Situationen, die zu deinem gewohnten Verhaltensmuster führen, gefunden hast, ist es wichtig, dass du diesen Trigger nicht einfach ignorierst oder dich gar zwingst, mit dem Tagesgeschehen weiterzumachen. Ansonsten fährt dich dein Trigger-Verarbeitunsprogramm wieder in dein gewohnheitsmäßigen Handeln. Und dann gibt es wieder die Fake-Belohnung (Süßkram futtern) oder die Selbstbestrafung (jetzt hab ich soviel gefuttert, jetzt versage ich mir dies oder das). Diese Gewohnheiten oder Muster sind es nämlich auch gewohnt, eine sogenannte Entlohnung zu bekommen. Und das ist nicht gerade das, was dir wirklich gut tut. Wenn du diesem Muster oder Anteil in dir diese Belohnung vorenthältst, dann entsteht Mangel. Und Mangel killt sehr schnell deine Motivation und führt dazu, dass du nach wenigen Tagen das Handtuch schmeißt und in einer Negativ-Spirale hängen bleibst. Doch keine Sorge, du kannst es verändern, wenn dir diese Dynamik bewusst wird.

Der Auslöser zeigt dir einfach nur, dass etwas in dir jetzt etwas anderes braucht, als es gerade bekommt. Du könntest dir einfach ganz konkret das geben, was du wirklich brauchst. Wie kommst du an diesen Punkt? Was befähigt dich?

Die alte Routine durch eine neue ersetzen

Du hast also einen Auslöser – eine Situation im Alltag z.B., die ein altes Gefühl in dir anspricht. Um dieses schmerzhafte Gefühl aber nicht spüren zu müssen, greift ein Verhaltensmuster, welches das Fühlen vermeiden will. Bisher war da die Gewohnheit in einer bestimmten Art und Weise zu reagieren. Wir nehmen mal ein einfaches Beispiel:

  • Situation: Du arbeitest hochkonzentriert an einem Projekt, auf einmal stürzt dein PC ab und deine ganze Arbeit ist verloren. 
  • Auslöser: deine Arbeit ist weg durch ein Technikproblem oder weil du deine Daten nicht regelmäßig gesichert hast
  • Emotionale Reaktion: du bist gestresst und furchtbar wütend
  • Ergebnis: Du bist also voll getriggert.

Unter Trigger versteht man im übrigen Sinneseindrücke, die Erinnerungen an alte Erfahrungen dergestalt wecken, als ob diese Erfahrung jetzt nochmal ganz neu gemacht werden würde. Diese Erinnerung erfolgt meist plötzlich und mit großer Wucht. Die damaligen Gefühle werden unmittelbar erlebt (Flashback).

So landest auf einmal in einer Frustrationsschleife:

Du kannst den Trigger erst einmal nicht abstellen, genauso wenig wie den Wunsch nach der gewohnten Kompensation oder der Art dich zu trösten. Was du aber tun kannst, ist, die Routine zwischen Trigger und gewohnter Reaktion zu verändern. So kann sich dein System langsam an eine neue Routine gewöhnen, ohne in das Gefühl von Mangel zu kommen.

Diesen neuen Umgang kannst du dir selbst erarbeiten. Schreibe einfach mal den Ablauf nieder und entwerfe eine neue Umgangsmatrix für deinen Trigger. Die folgende Tabelle kannst du als Inspiration verwenden:

Ein Beispiel: Als ich mit Kaffeetrinken aufgehört habe, merkte ich, dass mein Leben plötzlich viel stressiger wurde. Es hat eine Weile gedauert, bis ich gemerkt habe, woran das lag. In der Arbeit als auch im Privatleben bedeutet Kaffeetrinken eine Art Pause, die wirklich jeder respektiert. „Trink ruhig erst deinen Kaffee aus!“, „Lass deinen Kaffee mal nicht kalt werden!“ usw. Wann immer ich in der Arbeit oder zu Hause also eine Pause brauchte, hatte ich mir eine Tasse Kaffee gegönnt.

Jetzt hatte ich also mit dem Kaffeetrinken aufgehört, gleichzeitig ging dabei meine gewohnte Pause verloren, ohne dass es mir sofort aufgefallen ist. Wie habe ich also meine Routine verändert, um mit dem Kaffeetrinken aufzuhören, aber dennoch an meine Pause zu denken? Ich habe mir eine Zeitlang ganz bewusst einen Tee oder einen Dinkelkaffee (Kaffeesurrogat) gekocht, um mir eine Pause vom Alltag zu nehmen. Irgendwann habe ich die Teepause durch eine kurze Meditation an einem ruhigen Ort ersetzt und ich wurde flexibler in meiner Pausengestaltung.

Heutzutage gehe ich für meine Pause lieber in den Garten und lege mich für Momente still auf die Wiese und atme einfach tief in den Bauch. Das heisst: indem ich meine Gewohnheit in mehreren Schritten umgewandelt habe, konnte ich sie komplett verändern.

  1. Ungute Gewohnheit erkennen: Pause gibt es nur für Kaffee – d.h. ich vergesse entweder Pause zu machen oder bleibe koffeinsüchtig
  2. Leicht veränderte Routine: Tee trinken statt Kaffee, Pause machen
  3. freie Aktion gemäß meinen Bedürfnissen starten: ich brauche eine Pause zum durchatmen? Ich nehme sie mir und weiss was ich brauche.

Mach dir einfach klar, was du wirklich brauchst. Dies ist am besten etwas, was dir auf lange Sicht wirklich gut tut: eine kleine Meditation, kurz hinlegen und die Beine auf einen Stuhl legen, um den unteren Rücken entspannen, einen Spaziergang etc.

Setze dir Teilziele und feiere diese

Wenn du eine Gewohnheit wirklich dauerhaft ändern willst, dann handelt es sich dabei sicher um eine für dich große Sache. Was liegt also näher, als diese große Sache in kleine Teilziele zu untergliedern? So hast du eher die Chance, dich schon nach kurzer Zeit über kleine Erfolge zu freuen. Feiere diese! Teile deine Freude mit deinem Inner Circle of Trust. Tanze, singe, genieße die neue Freiheit von alten Gewohnheiten. Dann brauchst du auch keine Ersatzbefriedigung oder Kompensation mehr. Du möchtest ja FREI sein und nicht weiterhin vom eigenen Bestrafungs- und Belohnungssystem abhängig, oder?

Fällt dir auf, dass ich sage, eine Gewohnheit zu verändern anstatt eine Gewohnheit ablegen? Für unser Gehirn ist es nämlich viel einfacher, etwas zu ändern, als etwas gänzlich abzulegen. Vielleicht kennst du das, dass du in ein tiefes Loch fällst, wenn eine langjährige Gewohnheit von einem Tag auf den anderen wegfällt. Das kann der Fall sein bei Arbeitslosigkeit, wenn du in den Mutterschutz vor der Geburt gehst, wenn du in Rente gehst, wenn plötzlich ein Kind oder der Ehepartner ausziehen. In allen diesen Fällen entsteht eine Art Leerlauf im Getriebe deines Lebens und das sind die Fälle, in denen wir besonders häufig mit alten Auslösern konfrontiert werden.

Nutze aktuelle Krisen als Chance

Wann immer etwas nicht so läuft, wie du es gerne hättest, ist die Chance groß, dass es dir gelingt, gleichzeitig eine alte, unschöne Gewohnheit zu durchbrechen. Warum? Weil du ohnehin aus deinen gewohnten Bahnen gerissen wirst, weil du andere Wege gehen musst, ob du willst oder nicht.

Um nun noch einmal auf das Beispiel vom Anfang zurückzukommen. Aus meiner Helfer-Sucht hatte ich einen vermeintlichen Benefit gezogen: ich hatte eine Daseinsberechtigung. Wenn ich half war ich, so hoffte ich, vor der Wut und Willkür frustrierter Menschen geschützt. Denn wer würde schon seinen Helfer angreifen… Es hat mir also eine Art Sicherheit vorgegaukelt. Gleichzeitig konnte ich meine Minderwertigkeitsgefühle ausblenden und mich wertvoll fühlen. War ich damit glücklich? Nein, diese Gewohnheit: erst nach den anderen schauen und wer weiß, wann Zeit für mich bleibt, hat mich mega unglücklich gemacht. Ich steckte in einer totalen Lebenskrise, wo ich das Gefühl hatte: ich komme darin gar nicht mehr vor. So machte ich mich auf die Suche nach Antworten. Ich wollte verstehen, was schief läuft. Zunächst wurde mir klar, wenn du ungefragt hilfst, dann fühlen sich andere kontrolliert und bevormundet. Das führte zu viel Frustration und Missverständnissen auf beiden Seiten. Wie konnte ich also diese Gewohnheit verändern? Denn im Grunde bin ich gerne für andere da. Ich wollte weiterhin helfen, ohne mich dabei selbst zu verbrennen. 

Ich machte mich also auf die Suche und habe die Trigger analysiert und die Ursachen herausgefunden. Gemeinsam mit anderen Heilern hab ich in mir aufgeräumt, mich von alten Mustern und Programmen befreit und konnte nun mit einer veränderten Haltung anderen Menschen viel wirksamer helfen. Heute unterstütze ich Menschen, die LUST haben auf Veränderung und die mich absolut wertschätzen für meine Impulse. Ich hab die alte Gewohnheit ungefragt zu Helfen verwandelt in: Unterstützung auf Anfrage. Einen Rahmen setzen. Den Energieausgleich besprechen. Den Wert auf beiden Seiten fühlbar machen. Gegenseitige Wertschätzung und Respekt zu zeigen. Mein Wunsch anderen Menschen zu helfen hat also eine neue Routine erhalten, einen neuen Rahmen. Im Kern ist es mir also erhalten geblieben, andere Menschen zu inspirieren, zu unterstützen. Da wo früher der Satz: „Undank ist der Welten Lohn“ stand, gibt es heute gemeinsame Freude über Wachstum, Wertschätzung und immer wieder viele Wunder. Und dort wo die Herzenfreude wohnt, braucht es kein Belohnungssystem oder Kompensation mehr.

Lass dich unterstützen auf deiner Reise und leg los

Du musst diesen komplexen Weg nicht alleine gehen, es gibt so viele Möglichkeiten Unterstützung zu erhalten. Eine davon ist, mit mir zu arbeiten. Von Herzen gerne nehme ich dich an die Hand, deine alten Trigger aufzulösen, Bewusstheit in dein Handeln zu bringen und vor allem dich an deine unendliche Freude und Power anzuschliessen.

Wenn du Lust hast Bodywork als Transformationsbooster zu nutzen, dann kannst du dich jetzt ganz konkret zu meinem Online-Kurs anmelden: LEBE JETZT und LIEBE DICH – das Schmerzkörper-Bootcamp als Transformationsbooster. In Kürze findest du hier alle Informationen und Konditionen für diesen Kurs. Da sich die Seite noch im Aufbau befindet, schick mir doch einfach eine mail an deintermin@tabitasuguna.de und ich informiere dich, sobald alle Infos da sind.

Ich freue mich auf dich.

Viel Freude beim Umgestalten alter Gewohnheiten. Vielleicht überraschst du dich selbst damit am meisten.

Alles Liebe für dich,

Deine Tabita Suguna

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