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Scham – hilfreich oder schädlich?

Scham empfinden, rot werden, am liebsten im Boden versinken, weil du …

… dich im Bikini im Freibad gezeigt … und deswegen eine abfällige Bemerkung über deinen Körper einkassiert hast, 

… dich in der Firmenversammlung zu Wort gemeldet hast mit einer Bemerkung, die augenscheinlich alle lächerlich finden,

… jemandem gesagt hast, dass du Gefühle für ihn hast und prompt eine Abfuhr bekommen hast.

Ist dir irgendwas davon schon mal passiert?

Scham – nur mein Problem?

Das Gute ist: Scham hat garantiert jeder schon einmal empfunden. Sei es das gutaussehende It-Girl oder das überaus männliche Jeansmodel. Mit diesem Gefühl stehst du also nicht alleine da.

Ebenso wenig wie mit den äußeren Erscheinungsformen der Scham. Denn die Scham macht gerade das sichtbar, was wir in diesem Moment eigentlich verstecken wollen: uns.

Deinem Gegenüber bleibt nämlich keineswegs verborgen, wenn du rot wie ein Feuerwehrauto wirst –und wenn du dir das noch so sehr wünschst. Im Gegenteil: Deine Scham ist dir klar und deutlich an der Gesichtsfarbe abzulesen. Und das setzt dem Ganzen dann noch die Krone auf. Genau deswegen schämst du dich in der Folge noch mehr. 

Wie du sehen kannst, ist Scham ein Gefühl, das ausschließlich in Verbindung mit anderen entsteht. Und zwar besonders dann, wenn wir uns an dem orientieren, was wir als die gesellschaftliche Norm betrachten. Wir alle wollen dazu gehören, Teil der Gruppe oder einer Gemeinschaft sein, also verhalten wir uns möglichst regelkonform. Eine gewisse Form der Scham wird also in der Regel als unumgänglich angenommen, wenn man sich zu einer bestimmten Gruppe zugehörig fühlen möchte.

Scham – die hässliche Seite

Das ist bis zu einem gewissen Grade unbedenklich, aber nur, solange es uns nicht in unserem Möglichkeitsraum beschränkt. Weil wir uns z. B. aus lauter Angst vor Beschämung und Bloßstellung von anderen zurückziehen oder Dinge nicht mehr tun, die wir eigentlich gern tun würden.

Das kann leise und schleichend passieren. Vielleicht erinnerst du dich daran aus deiner Schulzeit. Aus Angst, etwas Falsches zu sagen und wieder beschämt zu werden, hast du dich nicht mehr gemeldet und lieber eine Drei in Mitarbeit in Kauf genommen. Aufgrund der abfälligen oder sexistischen Kommentare deiner Mitschüler hast du beim Sport nur noch halbherzig mitgemacht oder du hast dir gar eine Sportbefreiung ausstellen lassen.

Scham ist Bloßstellung, das Gefühl vor anderen schutzlos, ja förmlich nackt dazustehen. Ein dermaßen unangenehmes Gefühl schreit natürlich danach, möglichst umgangen zu werden.

Indem du die Situationen, in denen du Scham empfunden hast, aber zu vermeiden suchst, beschränkst du deinen eigenen Möglichkeitsrahmen und außerdem fällt die Scham in den Schatten. Und dort wird sie zum Teil dessen, was Tolle als „Schmerzkörper“ bezeichnet hat.

Vermeidungsverhalten – und jetzt?

Was passiert also in der Folge?

  1. Du tust Dinge nicht mehr, die du eigentlich liebst oder die du dem Grunde nach tun möchtest – Nicht mehr ins Schwimmbad gehen. Dich nicht mehr freiwillig zu Wort melden. Jemandem, den du magst, lieber nichts davon sagen, dass du Gefühle für ihn hast. – Die Scham wirkt für dich also wie eine Art Fußfessel.
  2. Und wenn du die Scham erst einmal von dir abgespalten hast, (er)findest du Gründe, die erklären, warum du Dieses und Jenes nicht tun kannst.
  3. Die Scham versteckt sich dann hinter Wut, Depression, Vorwürfen, Resignation …
  4. Früher oder später wirst du mit ihr im Außen jedoch wieder konfrontiert werden. Vielleicht, indem du aus Versehen jemanden beschämst. Oder aber, indem du beschämt wirst und der Situation völlig unangemessen darauf reagierst.

Die Scham hinter dir lassen

Du kannst die Scham also nicht dauerhaft wegschieben – du kannst dich ihr nur stellen. Indem du dich der Scham liebevoll und ganz bewusst zuwendest, kannst du sie Stück für Stück auflösen.

Das kannst du z. B. selbst tun, indem du dir ein bisschen Zeit nur für dich nimmst. Du setzt oder legst dich bequem hin und versetzt dich in einen meditativen Zustand. Dann gehst du noch einmal in die Situation, in der du mit dem Gefühl Scham so schmerzhaft in Berührung gekommen bist. Mit deinem jetzigen Ich unterstützt du dein Ich von damals, bis das Gefühl vollständig aufgelöst ist. So bringst du Heilung in dein System.

Das kannst du infolge mit allen Situationen tun, die in dir während der Meditation hochkommen.

Wichtig ist aber auch, dass du im Alltag bemerkst, wenn du aus dem Scham-Schmerzkörper heraus handelst. Das wird dir sicher nicht immer sofort gelingen, aber du kannst eine gewisse Bewusstheit entwickeln, die dir erlaubt, dich im Nachhinein zu reflektieren.

Vielleicht leidest du noch immer unter Schamgefühlen, die aus deiner frühen Kindheit stammen? Oder hast du bereits erfolglos versucht, dich aus diesen verdrängenden und destruktiven Verhaltensmustern zu befreien?

Wenn du mir dein Vertrauen schenkst, dann arbeite ich sehr gern mit dir und für dich an deinem diesbezüglichen Energiefeld.

Hier kannst du dich für ein kostenfreies Strategiegespräch anmelden: https://tabitasuguna.de/kostenlose-beratung/

Im Herbst 2020 biete ich außerdem das Schmerzkörper-Bootcamp als Online-Programm mit Präsenzwochenende an. Ein Teil des Programmes beinhaltet auch den Umgang mit Scham, u. a. im sexuellen Bereich. Wenn du möchtest, kannst du dich bereits auf die Warteliste für den Kurs setzen lassen. Schick mir einfach eine E-Mail an deintermin@tabitasuguna.de

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